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Hypnose/Selbsthypnose zur Schmerzreduktion
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Hypnose-Therapie gegen chronischen Schmerz
In 3Sat/Nano wird 2003 vom Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie an der Uni Göttingen berichtet, wo es gelang "mit einer individuell abgestimmten Autohypnose Schmerzen deutlich zu reduzieren, die mit der Krankheit einhergehenden Depressionen zu lindern, die Funktionsfähigkeit im Alltag zu steigern und insgesamt eine verbesserte Lebensqualität zu erzielen."
Schmerzpatienten erlernten dort unter Anleitung eines Therapeuten, sich durch einen auf Tonkassette gesprochenen Text in einen Zustand tiefer Entspannung zu versetzen. Dr. Stefancobs, Wissenschaftler am Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie der Universität Göttingen, nahm dazu seine Patienten auf eine Phantasiereise mit.
Alle Patienten der Studie hätten eine eine schwere Symptomatik gezeigt und als "austherapiert" gegolten- es habe medizinisch keine Möglichkeiten mehr gegeben, ihre Schmerzen zu lindern. Die zehn weiblichen und vier männlichen Teilnehmer litten unter Rückenschmerzen, Migräne oder Rheuma, teilweise mit mehrfachen Schmerzsyndromen. Das Ergebnis der Studie habe "eine deutliche Reduktion der Schmerzstärke und ähnlich starke Verbesserungen in den Bereichen Depressivität und Funktionsfähigkeit" gezeigt, fasst Dr. Jacobs die Ergebnisse zusammen.
Die Patienten seien jeweils "gezielt auf die Anwendung zu Hause vorbereitet" worden. Wer zu Hause mindestens zweimal am Tag seine persönliche Phantasiereise praktiziert habe, habe dauerhaft profitiert, wie eine Nachuntersuchung nach drei Monaten gezeigt habe. "Das Tolle ist, dass es wirkt," so wird eine Patientin zitiert, die während der zwanzigminütigen Hypnose den Schmerz nur noch als ein "vertrautes Druckgefühl" erlebt habe.
Betroffene hätten in der Regel einen langen Leidensweg von durchschnittlich neun Jahren hinter sich.
Das autohypnotische Programm der Göttinger Psychologen wirke jedoch nicht grundsätzlich bei allen Schmerzpatienten. Dr. Jacobs weist auf eine kleine Gruppe hin, die nicht auf Hypnose anspreche. Ihre "Suggestibiltät", das heißt die Fähigkeit sich auf eine Phantasiereise zu begeben, sei zu gering.
Die Göttinger Psychologen verfolgen das Thema Schmerztherapie bereits weiter. Mit einer Folgestudie wollen sie jetzt den vermuteten Zusammenhang zwischen der Schmerzreduktion durch Autohypnose und einem dadurch bedingten geringeren Verbrauch von Schmerzmitteln belegen.
Qelle: 17.06.2003 / nano 3sat |
www.pgp-aurich.de -> Hypnose/Selbsthypnose zur Schmerzreduktion |
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